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Pilgern in Deutschland:
Mein Bayerisch-Schwäbischer-Jakobsweg

Was heißt pilgern auf dem Bayerisch-Schwäbischen Jakobsweg konkret?

Zunächst einmal: Gratulation, dass du dich für diesen Pilgerweg durch Bayern interessierst! Der Bayerisch-Schwäbische Jakobsweg erstreckt sich über 330 Kilometer von Oettingen im Landkreis Donau-Ries bis nach Lindau, bzw. nach Nonnenhorn am Bodensee:  Einmal Pilgern in Bayern oder besser gesagt quer durch Bayern und das Allgäu – hoffentlich ohne Blasen an den Füßen, Sonne im Gesicht und ziemlich viel Weitblick. Der erste Teil des Weges führt über Donauwörth, entlang des Lechs in die Jakobusstadt Augsburg, von dort geht es durch Wald und Felder und auch über den ein oder anderen Hügel bis zum Bodensee. 

Das Besondere?
Ab Augsburg hat man die Wahl: Zwei Varianten führen Richtung Südwesten weiter – und treffen sich erst wieder in Bad Grönenbach zusammen. Bekannt als West- oder Ostvariante. Ich habe mich für den Ostweg via Bad Wörishofen entschieden. (Und ja, nur meine Route, samt meiner Stopps, ist auf meiner Karte eingezeichnet.)

Treffe ich auf andere Pilger?

Im Gegensatz zu den spanischen Jakobswegen läuft man beim Pilgern im Allgäu nie im "Pilger-Pulk". Stattdessen: Stille, Felder, Wälder – viel Zeit für sich und seine Gedanken und Wünsche, die man im Alltag gerne ignoriert. Vereinzelt kann man auf andere Pilger treffen, aber man muss dafür etwas Glück haben. Es sind wesentlich mehr Kühe unterwegs als Menschen.

 

Wie sieht's denn aus mit der Infrastruktur?
Gebucht ist eher „Abenteuer“ als „All-inclusive“. Supermärkte oder Gasthäuser direkt am Weg? Selten. Geöffnet? Noch seltener.
Mein Tipp: Unterkunft vorab planen – und für sehr Hungrige: lieber eine Extrabanane und ein zusätzliches Brötchen einpacken. Sicher ist sicher, auch wenn man keine Angst vor dem Verlaufen, Verdursten oder Verhungern haben muss. Irgendetwas findet sich immer. Wir sind in der deutschen Zivilisation und nicht auf dem Appalachian Trail.

🏠 Und wo schlafe ich? Gibt es Pilgerherbergen?

Auf der gesamten Route gibt es genau drei Pilgerherbergen: in Augsburg, Lindenberg und Lindau. Bitte vorher dort telefonisch melden. Alle Infos dazu – und auch den Pilgerpass für den Weg und nach Abschluss eine Urkunde – bekommt man bei der Augsburger Jakobusgemeinschaft. Ansonsten muss man sich leider häufig in private Gasthäuser oder Pensionen einmieten, d.h. ein paar Euros für die Übernachtungen muss man schon kalkulieren. Das Angebot ist übersichtlich und in der Hochsaison wird es gerade Richtung Allgäu wegen der Beliebtheit der Region nochmals knapper. 

Anspruch - bin ich fit genug?
Der Jakobusweg in Bayerisch-Schwaben ist moderat, startet recht flach und steigert sich langsam. Richtung Allgäu wird es konditionell etwas anspruchsvoller und es kommen natürlich ein paar Höhenmeter dazu, aber keine extremen Steigungen. Insgesamt sind es auf der Ostvariante ca. 4300 Hm. Er ist vom Streckenprofil bestens für Pilgeranfänger geeignet – und genau deshalb habe ich ihn damals gewählt, um mich an eine erste Pilgererfahrung heranzutasten, zu testen ob ich, meine Fitness und meine Füße der Herausforderung und Belastung einer mehrtägigen Pilgerreise gewachsen sind. Plane zwischen 14 und 18 Tagen ein mit An- und Abreise, je nachdem wie fit du bist.

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Meine Etappen-Pilgerberichte

​Unterhaltsam und kurzweilig erfährst Du hier mehr aus meiner Sicht über die einzelnen Tagesetappen, gelaufen in den Pandemiejahren 20/21/22 unter erschwerten Bedingungen. Jeder Tagesetappe habe ich die jeweilige Komoottour zugefügt.

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